Resilienz

«Bewahre mich vor dem naiven Glauben, es müsse im Leben alles gelingen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen.»

Antoine de Saint- Exupéry


Ein weiser Rat vom Schöpfer des kleinen Prinzen. Gemeint ist, sich von Rückschlägen oder Niederlagen nicht aus der Bahn werfen zu lassen, sondern diese zu überstehen und danach sogar noch gestärkt aus diesen Krisen hervor zu gehen.
Diese Fähigkeit wird auch als Resilienz bezeichnet. Umgangssprachlich wird Resilienz auch die innere Widerstandskraft genannt.

Das Wort Resilienz kommt vom lateinischen resiliere, was so viel wie abprallen oder zurückspringen heißt. Genau darum geht es, wenn wir von Resilienz sprechen.

Der Begriff Resilienz wurde in den 1950er Jahren durch Jack Block in die Psychologie eingeführt. Untrennbar verbunden mit der Resilienzforschung ist die Entwicklungspsychologin Emmy E. Werner, welche 1971 die erste Studie über Kinder, die in schwierigen sozialen Bedingungen aufwuchsen, präsentierte. Diese Kinder wiesen aufgrund vieler Faktoren, wie wirtschaftlicher Notlage der Eltern, psychische Krankheit der Eltern, Vernachlässigung und Missbrauch eine hohe Verwundbarkeit ihrer psychischen Gesundheit auf.
Die Forscherin konnte aber zeigen, dass ca. 1/3 dieser Risikokinder bestimmte Eigenschaften entwickelten, die es ihnen ermöglichten trotz der schwierigen Umstände nicht zu verzweifeln, sondern daran zu wachsen. Die Kinder schienen in der Lage zu sein Ressourcen zu aktivieren und effektiv zu nutzen.
In der Folge dieser Studie wurden viele weitere Untersuchungen auf dem Gebiet der Resilienzforschung durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass die Scheidungsrate, Sterblichkeit und die Zahl chronischer Krankheiten bei resilienten Menschen im mittleren Lebensalter signifikant niedriger ist als bei gleichaltrigen Menschen, die weniger resilient sind.

Die Resilienz von Menschen lässt sich in verschiedene Resilienzfaktor - Bereiche unterscheiden.

1) Resilienzfaktoren des einzelnen Menschen
Dazu zählen, allen voran, Selbstwirksamkeit und ein hohes Selbstwertgefühl. Resiliente Menschen erleben sich selber als fähig ihre Probleme oder Sorgen zu bewältigen und können Stolz auf die eigenen Leistungen und Erfolge spüren.

2) Resilienzfaktoren der Familie/ des engeren Umfeldes
Resiliente Menschen haben eine sehr große Fähigkeit sich ihr (Wahl)Familienumfeld zu gestalten. Die einzelnen (Wahl)Familienmitglieder können als Identifikationsfiguren genutzt werden und es herrscht eine enge und innige Beziehung. Trotzdem können sich resiliente Menschen ihre eigene Unabhängigkeit und Selbständigkeit bewahren.

Auch wenn einige Menschen von Natur aus resilientere Verhaltensweisen an den Tag legen als andere, so ist Resilienz doch für jeden Menschen trainierbar.

Aus diesem Grund haben wir "Resiliemus" entwickelt. Wir bieten Ihnen ein Resilienz Training oder ein individuell zugeschnittenes Beratungskonzept an.